Samstag, 14. März 2009

Saturday Night Poker IV @ Mörces house

Aggressive bitte einsteigen, der Pokermaniac-Zug Richtung Jackpot fährt gleich los, Vorsicht an der Tischkante!

Etwas übertrieben, aber ungefähr in der Art bin ich in die Partie gegangen. Kleine und mittlere Pots konnte ich mir durch gezielte Raises und Bets sichern, so das ich vom Start weg gut im Chip Count lag. Bei nur 4 Spielern am Tisch und 1.900 € Startkapital war das auch der einzige Weg, sich einen ordentlichen Stapel Chips zu organisieren.

Nach gut einer Stunde geriet ich mit 4chest aneinander (natürlich im übertragenen Sinne). Bei einem mittelgroßen Pot von ca. 800 € stellten wir jedoch zu unserer Überraschung fest, das wir beide ein Paar Damen mit einer T als Kicker – Split Pot und ein kleiner Einschnitt in meinem bis dato guten Spiel. Fortan bekam ich selten gute Karten und Qlee konnte sich langsam an die Spitze setzen. Zweimal hatte ich einen guten Read auf ihn und konnte so einem Drilling und einer Straße aus dem Weg gehen. Geld gespart, aber leider gibt das beim Pokern keine Zinsen. Ganz im Gegenteil: Steigende Blinds verhalten sich im Grunde antiproportional zum Prinzip eines Tagegeldkonto! Anstatt fürs Stillhalten Zinsen zu kassieren, gehst du bankrott!


Wenn man kein Glück hat, muss man es erzwingen. Ich bekam nach einer weiteren Stunde Pocket Zehner auf die Hand und Block vor mir geht All-In! Ding-Ding-Ding, Auszahlung! Da aber noch zwei Spieler hinten mir waren, entschied ich mich ebenfalls zu einem All-In, um nur gegen Block in den Showdown zu gehen. So schön TNT auch ist, gegen mehrere Spieler mit Face Cards kann das auch schnell schief gehen. Qlee passt nach kurzer Denkpause, doch 4chest callt…. mit 57 offsuit. Naja, Halbmove würde ich sagen. Block dreht KJ um und meine Chancen sahen doch gar nicht so übel aus. Nach Flop, Turn und River bleiben meine Zehner vorne und Block greift zum Rebuy. Das nenne ich mal Chip Lead.

Ich kann jetzt ein oder auch mal zwei Gänge rausnehmen und Qlee beobachten, der weiter eifrig Chips einsammelt. So kommt es zum fast unvermeidbaren Duell gegen Qlee. Mit einer 50:50 Chance auf meinen Straight/Flush-Draw gehe ich gegen sein Raise All-In und verliere fast meine ganzen Chips. Jetzt hat Qlee wieder die Chipwurst am Start und dreht mächtig auf. Durch meinen Mini-Wini-Stack bin ich gezwungen, wieder mal in den Harakiri-Modus zu schalten. Zwischendurch erlaubt sich 4chest noch zwei Rebuys, kann aber wie Block nicht mehr entscheidend gegen Qlee eingreifen. Glücklicherweise klappt das auch bis ins Heads-Up gegen… Qlee natürlich. Wie schon beim letzten Mal.

Um es vorweg zu nehmen: Trotz tapferer Gegenwehr kann ich eine Niederlage angesichts eines 1:7 Chip Rückstandes nicht wettmachen. Auch wenn ich zwischendurch auf dem River meinen 1-Outer Full House getroffen habe (Wa-han-sinn!) und auch ein zweites Mal aufdoppeln konnte, war es wieder ein Draw, der mir den zweiten Platz einbrachte. Aggressiv angespielt verpasse ich – natürlich – den Flush Draw und Qlee gewinnt nach gutem Spiel.

Rückblickend bin ich sehr zufrieden mit meinem Spiel und meinen taktischen Entscheidungen gewesen. Zweimal eine Coin Flip Situation nicht unbedingt gesucht, aber erkannt und dabei leider zweimal verloren. Varianz ist eben eine launische Diva!

1 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Bin mal auf den neuen Bericht gespannt.

MfG
Nobody