Samstag, 13. Juni 2009
Poker @ Qlee's house - Payback time
Bluffs und das Spielen der Position ist für heute auf dem Tableau - mal sehen ob es klappt!
Sonntag, 26. April 2009
Poker @ Qlee's house
Da auch diesmal mit nur 4 Spielern am Tisch von vorneherein klar war, das man nur mit der nötigen Portion Aggressivität gewinnen kann, ging es direkt zur Sache. Mit 1.900 € in Chips ausgestattet wollte ich nach drei zweiten Plätzen in Serie endlich mal wieder gewinnen.
In der ersten halben Stunde konnten sich Qlee und 3MBit allerdings nicht einigen, wer der Table Maniac sein sollte. Beide konnten Ihren Stack schnell ausbauen – und das meistens ohne Showdown bis zum River. Nachdem ich bereits knapp 250 € verloren hatte, fand ich mit einem Damen-Drilling gegen 3MBit zurück in die Gewinnerzone.
Danach lief es merklich besser. Ich fand zu meinem Spiel und konnte einige größere Pots gewinnen. Eine schöne Hand: Ich bin mit AT im SB und Block vor mir callt. Ich calle ebenfalls, Qlee raist, Block zahlt und ich ebenso. Im Pot sind jetzt bereits 600 €. Der Flop bringt mir mit A7T Two Pair allerdings auch mit der 7 und der T zwei Kreuz. Ich spiele – ganz unverdächtig – 100 € an. Ich bin mir sicher, das mindestens einer ein A hält und rechne fest mit einem Raise oder All-In, das ich reraisen bzw. callen möchte. Der Plan geht auch auf: Qlee hat nicht mehr viele Chips und raist auf 200. Block callt das Raise und ich reraise auf 800. Das sorgt erstmal für eine kleine Denkpause. Qlee überlegt lange, aber wirft schließlich weg. Block zeigt A9 und wirft ebenfalls weg. Nice play! Und welche Strategie verbirgt sich hier?Jetzt bin ich mit ca. der Hälfte aller Chips vorne und kann Druck aufbauen. Gegen 3MBit geht es mit TT in ein All-In Showdown. Mein Gegner dreht J9 um, ich bin mit ca. 65% vorne und der Flop kommt: Als erstes die T. Der Dealer und ich sehen uns an: „Alles klar, Drilling, das wars jetzt, da brauch 3MBit schon Runner,Runner…“. Dann kommt ein K. Und ich mag es ja selber kaum glauben, das ich wusste, das eine Q kommt, damit ich mit einer Straße geschlagen werde. Und genauso passiert es! Jetzt brauche ich schon ein Paar auf dem Board für ein Full; denkste! "Bube neun, Bube neun, Bube neun..." Ein schon beinahe hypnotischer Sprechrythmus, vorgetragen von der "Luck Box"... :-)
Ich baue 3MBit somit wieder auf und verliere einen dicken Batzen; gewinne aber einen starken Gegner. Naja, andersrum wäre es mir ja lieber gewesen… Kurz danach geht Qlee als erster vom Tisch: Ich finde Pocket Aces und spiele Sie nur gegen Qlee slow. Schließlich trifft er das Board und geht gegen mein Raise All-In. Der Rest ist diesmal Formsache da mein Pocket Paar hält. Kurz danach geht Block vom Tisch, erlaubt sich aber einen Rebuy, der ihn länger im Spiel hält, als zunächst gedacht. Dann kann ich ihn aber auch aus dem Spiel nehmen: Mit Q6 suited Kreuz komme ich am Turn zu meinem Flush. Ich spiele an, Block callt. Auf dem River fehlt auf dem Board zu einer Straße nur eine Q. Ich spiele an, Block geht All-In mit einer Straße und ich kann ihn vom Tisch nehmen.
Das anschließende Heads-Up gegen 3Mbit dauert eine knappe Stunde! Es hätte bereits nach einer guten halben Stunde zu Ende sein können, als ich mit J2 auf dem Flop ein Full House treffe. Doch es gelang mir nicht, 3MBit All-In zu bekommen, so das ich „nur“ einen größeren Pot gewinnen konnte. Danach kauft mir mein Kontrahent zunehmend den Schneid ab. Ich finde fünf, sechs Runden hintereinander nur Schrottkarten und höre nur: Raise, ReRaise, All-In. Ich ging als deutlicher Chip Leader ins Heads-Up, aber zwischendurch war 3MBit fast herangekommen. Schließlich dreht sich der Wind wieder und ich kann meinen Vorsprung wieder ausbauen. Mit nur noch wenigen Chips geht 3MBit All-In und ich calle mit KJ. Mein Gegenüber dreht K9 um und mein J als Kicker hält. Gewonnen!
Mittwoch, 8. April 2009
Poker Resurrection @ Mörces house
Karfreitag 20 Uhr geht es wieder an den Pokertisch.
Leider hat sich der verfasste Bericht im www verloren; nur soviel sei gedacht:
Newcomer Timme konnte sich am Ende im Heads-Up gegen mich durchsetzen.
Mit der nötigen Portion Glück und einigen guten Entscheidungen war das auch verdient.
Samstag, 14. März 2009
Saturday Night Poker IV @ Mörces house
Aggressive bitte einsteigen, der Pokermaniac-Zug Richtung Jackpot fährt gleich los, Vorsicht an der Tischkante!Etwas übertrieben, aber ungefähr in der Art bin ich in die Partie gegangen. Kleine und mittlere Pots konnte ich mir durch gezielte Raises und Bets sichern, so das ich vom Start weg gut im Chip Count lag. Bei nur 4 Spielern am Tisch und 1.900 € Startkapital war das auch der einzige Weg, sich einen ordentlichen Stapel Chips zu organisieren.
Nach gut einer Stunde geriet ich mit 4chest aneinander (natürlich im übertragenen Sinne). Bei einem mittelgroßen Pot von ca. 800 € stellten wir jedoch zu unserer Überraschung fest, das wir beide ein Paar Damen mit einer T als Kicker – Split Pot und ein kleiner Einschnitt in meinem bis dato guten Spiel. Fortan bekam ich selten gute Karten und Qlee konnte sich langsam an die Spitze setzen. Zweimal hatte ich einen guten Read auf ihn und konnte so einem Drilling und einer Straße aus dem Weg gehen. Geld gespart, aber leider gibt das beim Pokern keine Zinsen. Ganz im Gegenteil: Steigende Blinds verhalten sich im Grunde antiproportional zum Prinzip eines Tagegeldkonto! Anstatt fürs Stillhalten Zinsen zu kassieren, gehst du bankrott!
Wenn man kein Glück hat, muss man es erzwingen. Ich bekam nach einer weiteren Stunde Pocket Zehner auf die Hand und Block vor mir geht All-In! Ding-Ding-Ding, Auszahlung! Da aber noch zwei Spieler hinten mir waren, entschied ich mich ebenfalls zu einem All-In, um nur gegen Block in den Showdown zu gehen. So schön TNT auch ist, gegen mehrere Spieler mit Face Cards kann das auch schnell schief gehen. Qlee passt nach kurzer Denkpause, doch 4chest callt…. mit 57 offsuit. Naja, Halbmove würde ich sagen. Block dreht KJ um und meine Chancen sahen doch gar nicht so übel aus. Nach Flop, Turn und River bleiben meine Zehner vorne und Block greift zum Rebuy. Das nenne ich mal Chip Lead.
Ich kann jetzt ein oder auch mal zwei Gänge rausnehmen und Qlee beobachten, der weiter eifrig Chips einsammelt. So kommt es zum fast unvermeidbaren Duell gegen Qlee. Mit einer 50:50 Chance auf meinen Straight/Flush-Draw gehe ich gegen sein Raise All-In und verliere fast meine ganzen Chips. Jetzt hat Qlee wieder die Chipwurst am Start und dreht mächtig auf. Durch meinen Mini-Wini-Stack bin ich gezwungen, wieder mal in den Harakiri-Modus zu schalten. Zwischendurch erlaubt sich 4chest noch zwei Rebuys, kann aber wie Block nicht mehr entscheidend gegen Qlee eingreifen. Glücklicherweise klappt das auch bis ins Heads-Up gegen… Qlee natürlich. Wie schon beim letzten Mal.
Um es vorweg zu nehmen: Trotz tapferer Gegenwehr kann ich eine Niederlage angesichts eines 1:7 Chip Rückstandes nicht wettmachen. Auch wenn ich zwischendurch auf dem River meinen 1-Outer Full House getroffen habe (Wa-han-sinn!) und auch ein zweites Mal aufdoppeln konnte, war es wieder ein Draw, der mir den zweiten Platz einbrachte. Aggressiv angespielt verpasse ich – natürlich – den Flush Draw und Qlee gewinnt nach gutem Spiel.
Rückblickend bin ich sehr zufrieden mit meinem Spiel und meinen taktischen Entscheidungen gewesen. Zweimal eine Coin Flip Situation nicht unbedingt gesucht, aber erkannt und dabei leider zweimal verloren. Varianz ist eben eine launische Diva!
Sonntag, 22. Februar 2009
Saturday Night Poker III @ Mörces
Online PokerVon Tulpen & und Chipwurst (Insiderwissen nötig)
Endlich mal wieder Live Poker! Nachdem es in der letzten Zeit nicht mit einem Termin geklappt hatte, fanden wir uns diesmal zu fünft für eine unterhaltsame Pokerpartie zusammen. Bevor Block eintraf wurde zum Aufwärmen erst einmal eine erste Runde gespielt. Hier zeigten alle Spieler eine doch sehr erhöhte Bereitschaft für All-Ins und riskante Calls, was jedoch sehr zum Entertainment beitrug. Höhepunkt: Straight Flush knackt zwei Asse im Showdown. Am Ende siegte Newman deutlich und als Block zur Runde stieß, ging es in den "Main Event" mit 1.900 € in Chips.
Direkt in den ersten Händen erwischte ich die Nuts mit Ace High Flush und wurde von Block gut ausbezahlt. "Das fängt ja gut an" dachte ich mir und stellte mich - optimistisch wie ich bin - auf einen guten Lauf und gute Karten ein. Das hatte anscheinend der POkermathematiker himself gehört und in der ersten Stunde hatte ich nicht ein einziges Bild in den Hole Cards. Und wenn ich dann mal halbwegs vernünftige Karten bekam, zwangen mich die Aktionen vor mir regelmäßig zum Folden.
Geduld ist eine Tugend
Nun ist eine Grundregel bei Hold'em: Winning by folding! Diese Regel einzuhalten ist ziemlich einfach und selbst der dümmste Depp schafft das. Der entscheidende Nachteil dieser Spielweise ist die Passivität. Es ist ziemlich langweilig die Karten die ganze Zeit unter Berücksichtigung der aerodynamischen Verhältnisse in den Muck zu werfen. So bleibt einem nur die Beobachtung der Gegner und deren Spielverhalten. Immerhin darin war ich ziemlich gut und hatte besonders auf Newman und 3MBit gute Reads, die mich vor teuren Fehlentscheidungen bewahrt haben.Nach ca. 89 Minuten (89 Minuten, nicht 90) traf ich auf dem Flop einen Straight Flush Draw. Ein Blick in meinen Stack zeigte mir, das ich knapp unter Startkapital lag. Also entweder Gas oder raus. Meine Chance die Hand zu verbessern lag bei über 50% - also Feuer frei. Ich geriet mit Qlee jedoch aneinander, der mir bis zum River ca. die Hälfte meiner Chips abnehmen konnte. Na klasse! Mit knapp 900 € Rest sah das nicht besonders gut aus. Newman war deutlicher Chip Leader vor 3MBit und ich musste mir meine Spots gezielt wählen. Zweimal konnte ich mit hohen Raises die Blinds kassieren, dann fand ich Pocket 8s. Alles oder nichts - ich gehe vor dem Flop All-In und finde zwei Caller: Block mit JT und Newman mit AJ. Schöner Mist, denn ich wollte maximal einen Gegner haben. Doch wider Erwarten halten meine Achter und ich kann verdreifachen.
Back in business
Von hier an wurde es doch heftig am Tisch. Die Pots wurden größer und wanderten hauptsächlich zwischen Qlee, Newman und 3MBit hin und her. Ich geriet mit 3MBit aneinander und verlor erneut meinen halben Stack gegen eine Runner-Runner-Straight auf dem River. Dieser Verlust war entscheidend für meine Strategie: Hohe Raises und All-Ins gaben mir die einzige Möglichkeit, gezielt die Blinds und damit zumindest etwas zu gewinnen. Langsam aber sicher konnte ich meinen Kontostand wieder etwas aufpeppeln und mich beim Durchschnitt einpendeln.
Nach ca. 2 1/2 Stunden verkleinerte sich die Runde. Als Erster scheidet 3MBit aus. Newman und Qlee liegen deutlich vorne und Block und ich müssen kämpfen. Am Ende geht es schnell: Block scheidet kurz darauf aus dem Spiel aus und Qlee nimmt Newman in 5 Händen seinen ganzen Stack ab. Heads-Up gegen Qlee also und wirkliche Chancen rechne ich mir nicht aus. Der Rückstand ist ungefähr 1:4 an Chips. Wie so oft gerate ich bei diesen Short Handed Spielen mit einem Rückstand ins Heads Up. Zumindest kommt es mir so vor; wahrscheinlich gehe ich genaus so oft mit Vorsprung ins Heads Up.
Das Ende kommt schnell und wie befürchtet: Qlee gewinnt mit Two Pair gegen mein Paar Zehner und sichert sich den Sieg. Ob es an den Tulpen gelegen hat? Damit war Qlee nahezu unberechenbar - hatte aber auch wirklich gut gespielt und das nötige Quentchen Glück gehabt.Montag, 15. Dezember 2008
Harrington on Hold'em
Freunde des gepflegten Kartenspiels: Was habe ich Poker spielen vermisst! Nach endlosen Wochen der Packerei, Schlepperei und Rennerei (leider keine Spesen für Baumarktfahrten) ist endlich wieder Zeit für Poker. Die nächste Live-Runde ist in Planug und auch online konnte ich endlich mal wieder mehr als nur ein paar Stunden spielen.
Doch nach dieser längeren Abstinenz fällt einem der Einstieg gar nicht mal so einfach. Und was erblicken meine Augen plötzlich? Harrington on Hold'em - Ausgabe 1 und 2. Na fabelhaft, ich wollte schon seit längerem mal wieder ein gutes Buch lesen. Und nachdem wir jetzt einen Kamin haben (ohne das obligatorische Bärenfell) kann man es sich auch bequem machen.
Ich hatte die beiden Bücher schon vor ca. 1 Jahr gelesen und kann sie nur weiterempfehlen. Gerade zu gierig habe ich die Seiten verschlungen und die Aufgaben im Buch gelöst. Mir erschien alles einleuchtend und nachvollziehbar. Jetzt aber - mit viel Praxiserfahrung zwischen dem ersten und zweiten Lesen - stellte ich doch öfter fest, das ich mit Dan Harrington nicht immer einer Meinung war. Grund dafür ist wohl sein sehr tighter Spielstil, der zwar gewinnbringend ist und den vor allem Anfänger zunächst einschlagen sollten, der aber auf Dauer wenig Action verspricht.
Nun will ich nicht allen vorherigen Posts widersprechen und ich bin weiterhin der Meinung, das Profit vor Entertainment geht, aber "ein bißchen Spaß muss sein" :-)
Montag, 10. November 2008
WSOP 2008 Main Event und Umzug
...in Kürze geht es in den Endspurt der WSOP 2008. Und im Finale spielen zwei Europäer gegeneinander - der Russe Ivan Demidov und der Däne Peter Eastgate haben es ins Heads-Up geschafft und spielen um das wohl wertvollste Bracelet. Den Sieger erwarten knapp 9 Mio Dollar. Da darf man gespannt sein.
UPDATE 11.11.: Der 22-jährige Däne Peter Eastgate hat es geschafft und den Main Event der World Series Of Poker 2008 gewonnen. Damit ist Eastgate der jüngste Gewinner des Main Events in der Geschichte der WSOP und hat für sein Leben ausgesorgt. Er löst mit diesem Rekord Phil Hellmuth ab und kassiert für den Sieg - neben dem schicken Bracelet - die wahnsinnige Summe von 9,1 Mio. Dollar. Der zweitplazierte Russe Demidov kommt immer noch auf mehr als stattliche 5,8 Mio. $. Herzlichen Glückwunsch!
(Quelle: www.intellipoker.de)
Noch ein paar erläuternde Worte dazu, warum es in den letzten Wochen eher weniger News im Bereich Livepoker gab: Derzeit steht privat ein Umzug auf dem Programm, was zeit- und kraftraubend ist. Und das bisschen Zeit, was für Poker noch bleibt, wird dann für Online genutzt und zum TV-Studium der Profis :-).
Sobald der Umzug geschafft ist, wird es hoffentlich noch vor Weihnachten eine letzte Live Runde in 2008 geben. Und dann lautet das Ziel das Jahr "erfolgreich" abzuschließen.
Bis dahin ein gutes Blatt!

